Vorgestellt: Arbeitsgruppe Queere Geschichte Bielefeld
Wer sind wir?
Wir sind eine engagierte Gruppe in Bielefeld, die sich für die Geschichte queerer Menschen interessiert und bemüht ist, deren Andenken in die Öffentlichkeit zu tragen. Damit möchten wir unseren Beitrag zu einer queeren Erinnerungskultur in unserer ostwestfälischen Heimat leisten.
Entstanden ist unsere Gruppe im Rahmen der queeren Vereinslandschaft Bielefelds. Seit etwa zwei Jahren treffen wir uns in regelmäßigen Abständen.
Unsere Gruppe ist für alle queeraffirmativen Menschen geöffnet. Wir treffen uns meistens an jedem ersten Donnerstag im Monat im Seminarraum des Stadtarchivs Bielefeld., alternatis auch in der VHS (Ravensberger Spinnerei).
Was machen wir?
In unseren Treffen gestalten wir Aktivitäten und Events, die queere Geschichte in die Öffentlichkeit tragen. 2022 feierten wir das 50-jährige Jubiläum der Initiativgruppe Homosexualität Bielefeld, die in den 70ern für Akzeptanz kämpfte. 2021 organisierten wir die Ausstellung „Im Namen des Volkes!?” zum Paragraf 175. Auch (Personen-) Recherchen stehen auf unserer Liste.
Aktuell setzen wir uns für einen Erinnerungsort ein, der den queeren Opfern der NS-Zeit in Bielefeld gedenkt. Eure vielfältigen Perspektiven sind gefragt! Schließt euch uns an und lasst uns gemeinsam queere Geschichte lebendig machen.
GEMEINSAM FÜR QUEERE SICHTBARKEIT!
Unsere nächste Veranstaltung: Schlachter-Tango – Ein Theaterstück von und mit Michael Grunert nach Sebastian Zarzutzki am 9. Mai 2025 um 17 Uhr zu erleben in der VHS Bielefeld, Ravensberger Park.
Schlachter-Tango, die Handlung: Der Bielefelder Ludwig M. wird 1936 wegen Homosexualität von der Gestapo verhaftet. Als Jude überlebt er Buchenwald und Auschwitz. Nach dem Krieg muss er um die Anerkennung seiner Verfolgung als Jude kämpfen. In den 1950er Jahren, am Rande der Legalität, eröffnet er das erste Schwulenlokal in Hannover. In alptraumhaften und grotesken Bildern, mit dokumentarischen Texten und Geschichten, die den Zeitgeist jener Jahre widerspiegeln, entsteht das Bild eines Mannes, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt.